Hippies


„Die Hippies waren bekanntlich ein früher Fall einer medienvermittelten Bekanntmachung des Lebensstils einer kleinen Gruppe, die dann breite Teile der Jugend in den industriellen Ländern des Nordens ansprach.“ 

(Friedrich Krotz: Mediatisierung)

Station Marienstraße und Umgebung

Heute an der Marienstraße Ecke Berliner Allee. In der Bäckerei an der Ecke kaufe ich ein Franzbrötchen. Der Eingang der U-Bahn-Station gegenüber ist in den Krankenhauseingang hineingebaut, es sieht sehr großstädtisch aus. Direkt neben der Treppe ist ein Fahrstuhl-Eingang, der Patienten und Besucher ½ Stockwerk nach oben fährt. Die Wände des Aufgangs sind mit glattem, poliertem Granit verkleidet. Aus purer Neugierde gehe ich nach Unten in die Station, um zu sehen, ob man direkt von dort aus in den Fahrstuhl steigen, und von der U-Bahn also direkt ins Krankenhaus fahren könnte. Das hätte ich gut gefunden.

Stadtplan der Starthaltestelle Hannover Marienstraße

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S Stadtbahn U U-Bahn H Haltestelle TAXI Taxi Standplatz CarSharing

Hier verzeichnet: Die Straße, in der ich die ersten Jahre zusammen mit den Eltern lebte, eine Straße in der ich gearbeitet habe, eine Straße in der ich jetzt (jetzt gerade!) arbeite, eine Straße in der meine Freundin R. gewohnt hat, eine Straße in der meine Freundin R. jetzt wohnt, die Straße, in der mein Vater gearbeitet hat, die Straße, in der mein Vater davor gearbeitet hat, der Friedhof, auf dem der Hund Charlotte Kestner begraben ist.

Ultrakurzwelle

Heute eine UKW-Wurfantenne gekauft. Gewundert, dass es die noch gibt im Supermarkt an der großen Straße. Gleich irgendwie am Holzregal angebracht. Ganz anderes Radio. Die Welt wird wieder ein wenig größer beim zuhören, weil sie mitschwingt. Besonders: Jazz.

[HI]

„Da fast nur Leute mit literarischen Ambitionen anwesend waren und sich gegenseitig beobachteten, war nichts entstanden außer schnell zusammengesetzten ulkigen Obszönitäten.“

Aus dem Archiv vom Prosanova 2005:

Laubenrausch (Reportage mit O-Ton) (mp3).

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Voodoo to your Boy  (Reportage mit O-Ton) (mp3).

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[A]



[Aus dem Notizbuch v. 31.5.]
Bei den Stadtwerken gewesen und über das letzte Jahr verhandelt. Dann lasse ich das Rad weil es regnet dort stehen für die Nacht. Unter dem Vordach vom Café Kröpcke steht ein Berber und starrt fassungslos in den grauen Regen hinein, den sehe ich Morgens manchmal an der Stelle wo er schläft im Wald. Das ist gut und macht mir aber Angst. Er steht dann dort und zieht die Hose an den Schlaufen hoch. In der U-Bahn-Station immer noch die dystopische Konsumzone, Drahtzäune, Zeltplanen, offenliegende Kabel und flackerndes Neon.

Der Regen hatte dann die Menschen in die U-Bahn gespült. Das Zyklopenauge (vorwurfsvoll an die Decke geklebt), sie hingegen teilen freiwillig der ganzen Welt mit, wo sie sich befinden. Soft Skills und weiche Ziele — wer sie sind aber steht in den Sternen vom Himmel.Am Abend höre ich dann leise die Jazz-Sendung im Radio und freue mich, wenn der Sender kurz ein wenig rauscht und knistert.