Eine Erschöpfung

vor dem Gedanken was noch alles zu tun wäre, wozu jedoch das alles zu tun wäre. Wer soll dann noch alles lesen, das alles lesen, damit ist nicht nur der glitschige Text auf den Schirmen gemeint, der passt zwischen zwei Anschläge, nötigenfalls, sondern auch Werke größeren Umfanges, beispielsweise das Telefonbuch von New York (Wird es noch gedruckt? Wieviele Hektoliter? Wieviele Raummeter?).

[Aus dem Notizbuch]

(Nachgetragen vom 12.10.2009) Es ist wieder dieser Tage, der Himmel angefüllt, der Hinterhof mit Schatten, die Büroarbeit ein seltenes Vergnügen (auch: und das ist merkwürdig: im bohnenwächsernen Raum 201 Conti zu sitzen, von einer Säule halb verdeckt und dort zu sein, im Seminar) wo ich nicht mehr hin gehöre. Zu viel Vergangenheit für dieses kurze Leben. Die Mädchen zeigen sich ordentlich geführte Hefte indifinen Inhalts und “kuck ma wie orntlich” sagt die niedersächsische Kartoffelschnute + die eine erzählt “Da gibt es so eine Theorie mit 23 das die immer wieder überall vorkommt das ist tatsächlich so wenn man darauf achtet” + dann fürchten sie sich kollektiv vor dem Dozenten “weil der so streng ist”. Heute wird ein andalusischer Hund Gassi gegangen zum 1500387sten mal und ich freue mich im Geheimen schon auf einige Einstellungen, so ist es dann auch gekommen.

In der Caféteria, wo ich mir in der Pause einen Milchkaffee hole, hingegen N24 auf Beamer und auf dem Pappbecher Werbung für PriceWaterhouseCoopers.