An jenem besagten Morgen des 31. März 2006 verließ…

… Herr K. gegen 10 Uhr am Morgen die Wohnung mit zwei Leinenbeuteln voller Pfandflaschen und einem Rucksack mit dreckiger Wäsche. Er ging über den Bonifatiusplatz (vorbei an den Schulhöfen mit den spielenden Kindern) zum Spar-Markt wo er die Pfandflaschen in einen (zu diesem Zwecke aufgestellten) Automaten steckte und Zahnpasta kaufte. Herr K. verließ den Sparmarkt und ging zur Bank schräg gegenüber wo er eine (zumindest für ihn) nicht ganz unbedeutende Summe Geld auf sein Konto einzahlte. Gedanken machte er sich über die spitzen lackierten Fingernägel der jungen Bankangestellten und ob diese nicht möglicherweise unpassend wären für das beständige Geldzählen und darüber ob sie nicht Gefahr läuft (und überhaupt all diese Bankmenschen) den Bezug zum eh schon sehr abstrakten Wert des Geldes zu verlieren. Sodann nahm er den Bus Linie 131 von Lister~ zum Vahrenwalder Platz wo er in den Waschsalon ging.

im waschsalon
Video sent by fabe

Während die Wäsche in der Maschine war ging Herr K. in einem Discounter ein paar Besorgungen machen, wurde (wie bereits gestern) enttäuscht ob der in einer Postwurfsendung angekündigten spanischen Oliven (die ausverkauft waren).

Wieder Zuhause angekommen versuchte er seine Freundin in der spanischen Hauptstadt Madrid zu erreichen (was zunächst mißlang da diese Sepia einkaufen war den sie sogleich in der Pfanne braten wird) und hing sodann (nachdem er etwas in ein´Computer-Interface geschrieben hatte) die noch etwas klamme Wäsche auf dem Wäscheständer zum trocknen auf. Später am Tag würde er mit dem Zug nach Leer fahren wo er das Wochenende zuzubringen gedachte.

Das Problem das einzelne Postings zu Anfang des Mo…

Das Problem das einzelne Postings zu Anfang des Monats so doof in der Mitte hängen konnte ich bis Jetzt nicht lösen.

Jedoch wo ich Heute bin ist Morgen Gestern. Wo wächst Gras. Auf den weiten Trümmerfeldern. Die müden Knochen. Das alles. Wir sehn uns Heut Nacht auf dem Dreimeter-Brett. Der quietscht und eiert. Es hat immer SYNCHRON geheißen. Es hat irgendwann einmal MONOCHROM geheißen. Es hat nie. Sich selbst. Vor vier Jahren fing es an. Jetzt geht es immer weiter. Von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen. Bis Manfred Krug bricht. Herzlichen Glückwunsch blöder Zettelkasten (zum Geburtstag).

Auf dem Weg zur Fabrik Heute einen Umweg über die …

Auf dem Weg zur Fabrik Heute einen Umweg über die Kaffeerösterei gemacht um eine Telephonierkarte zu kaufen. Dahin (auf dem Weg) an meiner alten Arbeitsstelle, der Verbraucherdurchleuchtung vorbeigekommen. Eine Kollegin sprach mich… (das Klemmbrett gleichsam als Schutz vor die Brust gepresst mit verschränkten Armen, den Oberkörper dabei (sich der angesprochenen Person zuwendend) nach vorne gebeugt (typische Marktforscherhaltung)) …an (erkannte mich dann) ob ich nicht Lust hätte Test. Ich Nein keine Zeit Mittagspause vielleicht. Was machst Du jetzt Internet. Was ist das für ein Test. Sie Laptoptest so Wodka und Mischgetränke Fernsehspot beurteilen (das ist doch was für Dich) und ich denke mir so wie ist das denn bitteschön zu verstehen jetzt?

Beim Tabak-Dealer unten am Kröpcke. Die kranke Frau – sie zittert am Leib und kann nicht richtig reden – die sechs Packungen HB einkauft. Kaugummis(!) gekauft und mich über einen dreisten Vordrängler geärgert. Schnittiger Staubsaugervertretertyp. Draußen komme ich in seine Nähe und sage (bevor er die Rolltreppe nach Oben nimmt, ich bleibe Unten) so daß nur er es hören kann Arschloch.

Die Alternativen (Gebimmel am Ohr + Gruftierock Sie / Ziegenbart Er / grimmiger Blick beide) die mich verachtend ansehen in der U-Bahn (ich bin ein Spießer Heute in ihren Augen) und ich denke mir nur macht Ihr mal. Ihr habt ja keine Ahnung.

[Transit]

Auf dem Rückweg vom Flughafen am blauen Bahnhof ausgestiegen. Dort gegenüber habe ich ja dereinst gewohnt. Das blaue Glas ist am schmelzen, im Aufgang ein feiner Gischtnebel nach Chemikalien riechend. Verfall.

Höre gerade eine Schweineorgel-Version von “Summertime” auf Radio Helsinki. Da ich ja zumindest in Gedanken heute 2000 Kilometer hinter mich gebracht habe sehr müde gewesen und um halb fünf bereits die Fabrik verlassen. Dann Zuhause angekommen wollte ich noch schnell den leeren Kasten wegbringen und ein paar Biere einkaufen vom Pfandgeld. Was ich tat. Vergessen hatte ich jedoch meinen Wohnungsschlüssel mitzunehmen (was mir dann auf dem Rückweg einfiel). Also diverses rumtelefonieren mit den Eltern, Telefonauskunft (sie waren in einem Reisebüro und hatten beide die Mobiltelephone aus) und letzten Endes war ich dann um kurz nach sieben Zuhause wieder. (In der Zwischenzeit) Aus Langeweile wiederum durch die Gegend gelaufen und Diverses. Eine weitere Stelle entdeckt an der man die U-Bahn unter der Stadt (unter dem Park) hindurchfahren hören kann. (Vergl. hier). Der grüne Wurm schiebt einen Wind vor sich her durch den Tunnel der an diesen Stellen aus der Erde hervortritt und das Geräusch des Zuges ankündigt. Es müsste wohl die Linie 8 sein (1,2) die dort vom Hauptbahnhof zur Werderstr. fährt (und umgekehrt). An einer Mauer (am LKA vorbei) steht (mit Kreide) geschrieben: Wir alle finden es schade, dass Herr Imer ausgegangen ist. Sofort wieder: Kohlsuppe, Scherenschleifer, Nachkriegszeit. Als ich endlich wieder Zuhause bin geht das erste Gewitter des Jahres nieder. Das war Gestern. Von Heute aus betrachtet.

[Transit] Und dann bin ich weg von der Schlange an…

[Transit] Und dann bin ich weg von der Schlange an der Passkontrolle (wasimmer es gerade ist) weil ich es doof fand Dich (ich hinter der Absperrung stehend) Meter für Meter nach Madrid entschwinden zu sehen und über die kurze Distanz doch nicht mehr reden zu können der Anderen wegen. Die S-Bahn fuhr erst in einem Drittel Stunde und so streunerte ich ein wenig ziellos durch den Flughafen um ein paar Fotos zu machen. Dort ist man ja nicht alle Tage an diesem Un-Ort. Wenn man jedoch ziellos durch einen Flughafen streunert zieht man ja unweigerlich das Mißtrauen auf sich, denn dieses ist kein Schlender-Ort, sein Zweck ist die Fortbewegung und nicht das Verweilen. Als ich dann kurz an einer der wenigen Ausblicksmöglichkeiten (Rollfeld) stehenblieb (nachdem ich vorher bereits äußerst verdächtig zwei Photos von dem langweiligen Gang gemacht hatte) stellte sich der dicke kleine Mann in dem roten Pullover der sich zuvor noch mit den Beiden die die Glasdrehtür saubermachen sollten unterhalten hatte (und den ich schon hatte hinter mir herwetzen hören mit seinen kleinen Beinchen) ein paar Meter hinter mich und -lauerte (so kam es mir vor). Ich jedoch ließ mich davon keinesfalls beeindrucken sondern machte (milde lächelnd ob der Paranoia und dem Wichtigtuertum meiner Mitmenschen) in aller Ruhe noch zwei weitere Photos von dem Flugzeug das Dich nach Palma de Mallorca bringen sollte. Dann wechselte ich (am Ende des Ganges) wieder auf die Abflugebene und ging den selben Weg (diesmal vorbei an den Last-Minute-Schaltern) zurück jedoch nicht ohne (wie in einer Kafka-Verfilmung mit Fritz Lang als Regisseur) von dem Mann mit der Schuhputzmaschine im Gehen angesprochen zu werden: “Schuhpflegeservice der Herr?” (Nein Danke daß lohnt sich nicht) “Die haben’s nötig!” (Ich weiß der eine ist schon halb kaputt).

Wann habe ich das gelernt die Menschen so (im wahrsten Sinne) links liegen zu lassen? Du landest zur Minute in Madrid. Hier wird es Frühling.

Beherrschendes Thema in den Suchanfragen gerade: K…

Beherrschendes Thema in den Suchanfragen gerade: Kaffeesatz lesen Hannover. Ist da irgendwas an mir vorbei oder so? Kann ja. Bin ja nicht überall immer. Mir sagt ja auch nie wer bescheid oder so.

[Transit] Getupfter Himmel Heute Morgen. Immer noch unklar wie Tages~ und Tageszeitbezeichnungen (Heute Gestern Morgens Mittags Abends Übermorgens) richtig geschrieben werden sollten. Am Flughafen ein übersteuertes Promo-Aushilfsteam vom “Café del Sol” (Großraum-Ibiza-Rip-Off), lauter niedersächsische Landprunzen und DJ Martin-P ist auch dabei. Und so sieht er auch aus. Warten auf den Flug nach Malle.

Im Flughafencafé fällt mein Blick auf einen Premiere-Infoscreen (oben “Info” unten Werbung) & mir auf wie sehr Science Fiction das alles ist. Diese ganze Welt. Du bist jetzt schon auf Reisehöhe und ich bin bei Dir in Gedanken.